Der Entwurf eingebetteter Systeme ist ein Anwendungsgebiet, dessen besondere Anforderungen sich aus der Optimierung des Zusammenwirkens heterogener Teilsysteme ergeben, wobei es nicht nur darauf ankommt, dass das eingebettete System die gewünschte Funktion erfüllt, sondern dass darüber hinaus vor allem Anforderungen bezüglich der gewünschten Leistung, der Kosten des Gesamtsystems, der Zuverlässigkeit (siehe auch formale Verifikation), der Sicherheit, des Energieverbrauchs usw. erfüllt werden.
Darüber hinaus spielt auch die Umgebung des Systems eine sehr große Rolle, denn einen wichtigen Bestandteil eingebetteter Systeme in einer analogen Umgebung bilden neben Prozessoren, Speichern, anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen und anwenderprogrammierbaren Schaltungen die analogen Interface-Schaltungen zu den Sensoren und Aktoren. Daraus ergeben sich bei eingebetteten Systemen aus gemischt analog-digitalen Hardware- und Software-Anteilen neue Anforderungen an die Automatisierung des Entwurfs. Dabei sind die Analog-Digital-Schnittstellen mit den analogen Systembausteinen beim Entwurf besonders zu berücksichtigen, und zwar im Hinblick auf Spezifikation, Synthese, Verifikation und Test. Zu lösende Probleme betreffen hier insbesondere die Entwicklung geeigneter Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Komponenten des heterogenen eingebetteten Systems sowie die Schnittstellen der Einbettung in die Systemumgebung.